Frankfurter Tor

Eine Frage sei gestattet: Wo ist hier eigentlich das Tor? Heute erinnern die Namen vieler Berliner U- oder S-Bahnstationen an die 18 Tore der Berliner Akzisemauer. Das Frankfurter Tor war eines davon, befand sich aber 800 Meter weiter westlich des heutigen Platzes am U-Bahnhof Weberwiese. Es verschwand 1867 aus dem Stadtbild mit dem Abriss der Zollmauer. Stattdessen markieren zwei Turmbauten mit grünen Kuppelhelmen den Beginn der monumentalen Karl-Marx-Allee. Sie sind das Gegenstück zum Springbrunnen am Strausberger Platz, mit dem der Boulevard Richtung Fernsehturm endet. Die Türme am Frankfurter Tor sind ein steinernes Zitat der Dome am Gendarmenmarkt und gleichzeitig eines der ersten Prestige-Bauprojekt der frühen DDR.

Bild: Frankfurter Tor © Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg