Karl-Marx-Allee

Die KMA ist einer der beeindruckendsten Straßenzüge Berlins. Ein 2,3 Kilometer langes und 90 Meter breites Baudenkmal mit Rosengarten, Laubengängen und Springbrunnen. Eine Ausstellung im Café Sibylle bietet mit vielen Zeitzeugnissen Wissenswertes zur früheren Stalinallee. Die hier in der ersten Dekade der DDR entstandenen „Arbeiterpaläste“ mit ihren komfortablen Wohnungen, Läden und Kultureinrichtungen galten als begehrte Vorboten einer besseren Zukunft. Die Fassaden mit Porzellanfliesen, Balkonen und Erkern erinnern an sowjetische Prachtbauten und sind gleichzeitig doch viel schlichter, nämlich sozialistisch-klassizistisch. Der Strausberger Platz, das „Haus Berlin“ und das Hochhaus an der Weberwiese wurden vom Architekten Hermann Henselmann entworfen. Letzteres war ein Prototyp der Bauweise, welche in der KMA im „Nationalen Aufbauwerk“ umgesetzt wurde. 1953 kam es zu Protesten gegen die Erhöhung der Arbeitsnorm und es begann der blutige Volksaufstand des 17. Juni in der DDR.

Bild: Frühling am Strausberger Platz © visitBerlin, Dagmar Schwelle